Leitbild der Gemeinsamen Oberstufe Unterklettgau

Unser Leitbild beschreibt die Werte und Grundhaltungen, die für unsere Schule von zentraler Bedeutung sind. Es bildet das Fundament für unser tägliches Handeln im Schulalltag.

Unser Leitbild basiert auf diesen vier grundlegenden Werten:

Wir fördern eine integrative Lernumgebung. Auf individuelle Bedürfnisse und Fähigkeiten der Jugendlichen gehen wir ein. Unsere Schülerinnen und Schüler werden individuell gefördert. Wir lehren und lernen ganzheitlich – im intellektuellen, sozialen, musischen und kreativen Bereich.

Auch Jugendliche mit speziellen Talenten oder Begabungen werden innerhalb des Schulbetriebs gezielt gefördert. Der vielseitige Unterricht ermuntert und befähigt, Herausforderungen anzunehmen, Probleme schrittweise zu meistern und eigenständige Lösungen zu finden.

Die GOSU setzt sich dafür ein, dass alle Jugendlichen die gleichen Chancen haben. Wir möchten, dass alle Schülerinnen und Schüler auf eine gute Zukunft vorbereitet werden. Eine Vorbereitung, die ihnen ein flexibles und verbindendes Leben in einer sich verändernden Welt ermöglicht. Dabei legen wir Wert auf Zusammenhalt, Respekt und gegenseitige Wertschätzung.

Wir legen Wert auf eine offene und transparente Kommunikation zwischen allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft, unabhängig von ihren kulturellen, sozialen oder individuellen Hintergründen. Jeder kann seine Gedanken und Meinungen frei äussern und wird gehört.

Wir schaffen eine freundliche und innovative Atmosphäre, in der Fragen gestellt und Probleme besprochen werden können, um gemeinsam Lösungen zu finden. Durch den Austausch von Ideen, Anregungen und Erfahrungen fördern wir das Lernen und die Entwicklung aller.

Unsere Planung ist weitsichtig. Unsere Schule ist ein Ort des Fragenstellens, des Prüfens und des Begründens von eigenen und fremden Meinungen. Wir üben uns darin, Urteilsvermögen und Kritikfähigkeit zu entwickeln.

In unserer Schule ist soziale Verantwortung wichtig. Wir helfen einander, zeigen Respekt und unterstützen die Gemeinschaft. Jeder Schüler und jede Schülerin wird ermuntert, sich aktiv einzubringen und für andere da zu sein.

Wir bestärken unsere Jugendlichen darin, mutig zu sein und sich für soziale Themen einzusetzen. Für uns ist soziale Verantwortung wichtig, und wir unterstützen unsere Lernenden dabei, sich als aktive Mitglieder der Gemeinschaft zu entwickeln.

Ausserdem achten wir auf die Umwelt und gehen sorgsam mit unseren Ressourcen um. Wir lehren die Jugendlichen, die Natur respektvoll zu behandeln. Ein verantwortungsvoller Umgang mit unserem und anderem Eigentum liegt uns am Herzen.

In unserer Schule bieten wir den Schülerinnen und Schülern und dem Schulteam umfassende Unterstützung an. Wir helfen bei Schwierigkeiten, unterstützen bei persönlichen Anliegen und stehen zur Seite. Ein gutes Miteinander ist uns wichtig.

Wir erkennen und respektieren unterschiedlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten. Jeder Schüler und jede Schülerin erhält die Hilfe, die sie benötigen, sei es bei Lernschwierigkeiten, persönlichen Herausforderungen oder anderen Anliegen. Wir sind füreinander da.

Deshalb bieten wir eine individuelle Betreuung und Förderung. Unser engagiertes Schulteam, bestehend aus Lehrpersonen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter und der Schulleitung, schafft ein unterstützendes Umfeld.

Ziele der GOSU 2026

Die GOSU 2026 verfolgt drei zentrale Ziele:

  • Alle Jugendlichen bleiben in einer festen Lerngruppe. Diese nannten wir früher Klassen – heute nennen wir es Lerngruppen. Die Klassenlehrperson ist neu die Lerngruppenleitung. Sie ist ihre direkte Ansprechperson für alle Fragen rund um Ihr Kind.
  • Die Jugendlichen werden nach der 6. Klasse in das Sek- oder Realniveau eingeteilt. Die Umstufungsmöglichkeiten in GOSU bleiben wie bisher erhalten. Die Jugendlichen bleiben in der Regel drei Jahre in GOSU (1.-3. OS) und erhalten das kantonale Sek- oder Realschulzeugnis.
  • Die Qualität und die Wirksamkeit des Unterrichts sind uns wichtig. Die Lehrpersonen organisieren den Unterricht so, dass alle Jugendlichen nach ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen möglichst gut gefördert werden.
  • Der Unterricht findet im Input (Inputzimmer), im Fachunterricht (Fachzimmer wie Sport, Werken, Musik, etc…) und in der Lernlandschaft (selbständiges Arbeiten) statt.
  • Das neue GOSU-Schulhaus ermöglicht eine verstärkte Zusammenarbeit. Die Lerngruppen sind in den Lernlandschaften nahe beieinander. Die Lehrpersonen arbeiten in LeLa-Teams.
  • Die Arbeit in den Lernlandschaften erfordert eine gute Selbststeuerung der Jugendlichen. Diese überfachlichen Kompetenzen wie Teamarbeit, Zuverlässigkeit oder Selbstständigkeit wird gezielt geübt (gemäss Lehrplan 21). Dadurch sind die Jugendlichen bestmöglich für den Übergang in die Berufswelt oder in weiterführende Schulen vorbereitet.
  • Der Stundenplan ist neu gestaltet.
  • Es gibt am Montag/Dienstag/Donnerstag/Freitag je vier Unterrichtsblöcke.
  • Am Mittwoch finden am Morgen zwei Unterrichtsblöcke statt.
  • Die Aufgaben oder Arbeitsaufträge (Hausaufgaben) können zuhause oder in der LeLa bearbeitet werden. Dazu steht die LeLa steht jeweils am Morgen, über Mittag und am Nachmittag zusätzlich offen.
  • Die Jugendlichen haben in der LeLa einen persönlichen Arbeitsplatz zum Lernen.
  • Alle bei GOSU tätigen Menschen legen grossen Wert auf eine transparente und wertschätzende Kommunikation mit den Erziehungsberechtigten.
  • Es finden regelmässig Gespräche statt.
  • Bei Fragen oder Unsicherheiten wenden sich die Erziehungsberechtigten an die entsprechenden Menschen.

Pädagogisches Konzept inklusive Begabungs- und Begabtenförderung

Neue Lernlandschaften, heterogene Lerngruppen und individuell gestaltete Arbeitspläne ebnen den Weg für eigenverantwortliches Lernen.

Bis zum Einzug in das gemeinsame Schulhaus in Neunkirch per August 2026 erarbeitet die Verbandsschulleitung ein neues pädagogisches Konzept für die GOSU. Aufbauend auf den bestehen Grundprinzipien der integrativen Schulformen wird zudem das Angebot der Begabungs- und Begabtenförderung entwickelt. Ziel ist, das individualisierte Lernen vermehrt in den Fokus zu rücken und Übungs-, Förder- und Trainingszeiten mit den Lernzeiten im Klassenverband zu kombinieren. So erhalten die Lernenden Freiräume, um das Lernen in spezifischen Bereichen selbstständig zu organisieren und Themen zu vertiefen.

Das Modell der Begabungs- und Begabtenförderung geht auf das vom Erziehungsrat des Kantons Schaffhausen im Jahr 2021 verabschiedete Konzept für die Schaffung eines öffentlichen, schulisch umfassenden Angebotes für Jugendliche auf der Sekundarstufe I mit Begabungen in den Bereichen Sport, Kultur und Kognition zurück. Die GOSU ist die erste Oberstufe im Kanton Schaffhausen, die dieses Modell als integrierten Bestandteil in ihr pädagogisches Konzept aufnimmt.

Die Erarbeitung des pädagogischen Konzepts, sowie der daraus resultierende Aufbau der Schulorganisation- und Struktur, wird mit rund CHF 285’000 Subventionen vom Kanton Schaffhausen unterstützt.

Pädagogische Ansprüche an unsere integrative Schulungsform

Bei der Erarbeitung des pädagogischen Konzepts wird individualisiertes Lernen in den Fokus gerückt. Das heisst, dass Übungs-, Förder- und Trainingszeiten mit Lernzeiten in Gruppen kombiniert werden. So erhalten die Schülerinnen und Schüler Freiräume, um das Lernen in spezifischen Bereichen selbstständig zu organisieren und Themen zu vertiefen.

Individuelle Förderung und inklusives Lernen

Unser pädagogisches Konzept basiert auf einer inklusiven Grundhaltung. Durch individuelle Förderung im Unterricht werden Entwicklungspotenziale erkannt und gefördert. Unsere Integrative Schulungsform ermöglicht es, dass Schülerinnen und Schülern mit Unterstützungsbedarf in gemischten Klassen bleiben. Die Gemeinschaft profitiert so voneinander und lernt aufeinander Rücksicht zu nehmen.  

Effektive Unterrichtsgestaltung und Vermeidung von Unter-/Überforderung

Unser pädagogisches Konzept sieht zusätzliche Förderungen durch Fachpersonen vor, um individuelle Bedürfnisse der Jugendlichen zu adressieren. Dabei werden Unterstützungsformen angepasst und ergänzen den regulären Unterricht. Das Klassen- und Fachlehrersystem ermöglicht eine effektive Unterrichtsgestaltung und Flexibilität in der Umsetzung des Schulmodells der Integrativen Schulungsform (ISF).

Fragen und Antworten rund um das pädagogische Konzept finden Sie auch hier.

Schulangebot der Gemeinsamen Oberstufe Unterklettgau

Umfassendes Angebot für Jugendliche von der ersten bis zur dritten Oberstufe

Unser Angebot richtet sich an Jugendliche von der ersten bis zur dritten Oberstufe. Wir unterrichten in überschaubaren Klassen, die Real- und Sekundarstufen umfassen.

Ziel ist es, die Jugendlichen auf das Berufsleben und für weiterführende Schulen vorzubereiten. Dazu gehören Eigenschaften wie Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit und Grundlagen des Zusammenlebens.

In der Oberstufenzeit der Schülerinnen und Schüler ist ein Sportlager fester Bestandteil der Schulzeit. Zudem werden mehrere Projektwochen zu relevanten Themen angeboten.

Förderangebot der GOSU

Gemeinsam unterschiedlich

Die Verbandsschulleitung und Lehrpersonen arbeiten bis zum Einzug in das neue Schulhaus an der Entwicklung und Einführung von Förderangeboten. Lehrpersonen haben die Möglichkeit, sich durch einen CAS-Kurs für Begabungs- und Begabtenförderung (BBF) zu qualifizieren. Dadurch werden in den Schulen die benötigten Fähigkeiten erworben, um versteckte Begabungen und Fähigkeiten systematisch zu erkennen und zu fördern.

Bis August 2026 wird ein einheitliches Förderangebot zur Begabungs- und Begabtenförderung (BBF) eingeführt. Ziel ist, individuelle Begabungen durch differenzierte Unterrichtsangebote zu fördern. Das Schulteam der GOSU legt dabei besonderen Fokus auf die Talente und Stärken aller Schülerinnen und Schüler. Jugendliche mit besonderen Interessen, Fähigkeiten oder Potenzial für aussergewöhnliche Leistungen, erhalten zusätzliche individuelle Förderung.

Die GOSU bietet ein Förderangebot in Form der Schulischen Heilpädagogik (SHP) an. Die SHP-Fachpersonen unterrichten, fördern und begleiten Schülerinnen und Schüler mit speziellem Bildungsbedarf. Sie kooperieren dabei eng mit den Lehrpersonen, beraten Eltern, Lehrkräfte und unterstützen die Schulleitung.

Schulsprache ist ein Schlüsselfaktor für Schulerfolg. Die Förderung von mehrsprachigen Schülerinnen und Schülern, die Deutsch als Zweitsprache (DaZ) haben, ist wichtig. Darum ist der DaZ-Unterricht ein wichtiger Baustein unserer Schule. Die Art, der Umfang und die Dauer der Förderung werden individuell an die Bedürfnisse der Jugendlichen angepasst. DaZ-Unterricht wird nach Bedarf angeboten.

Schulsozialarbeit der GOSU

Die Schulsozialarbeit unterstützt die Jugendlichen auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten Leben.

An den Schulstandorten ist eine Schulsozialarbeit bereits im Einsatz und als neutrale und vertrauliche Ansprechperson für die Schülerinnen und Schüler etabliert. Sie begleitet die Jugendlichen bei sozialen Themen. Sie hilft persönlichen Herausforderungen und Krisen zu bewältigen. Darüber hinaus engagiert sie sich auch in Klassen oder Gruppen, um präventiv tätig zu sein. Die Schulsozialarbeit unterliegt der Schweigepflicht und behandelt alle Gespräche vertraulich. Das Angebot der Schulsozialarbeit steht Eltern, Erziehungsberechtigten, Schülerinnen und Schüler während des Schulbetriebs jederzeit zur Verfügung. Sie ist telefonisch, per Mail oder persönlich im jeweiligen Schulhaus erreichbar. Das Angebot ist freiwillig und kostenlos.

Premysl Stepanik
Schulsozialarbeit
079 935 58 15
premysl.stepanik@stsh.ch

Jeweils morgens von Montag bis Donnerstags anwesend.

Barbara Kern
Sozialarbeiterin
079 329 97 84
barbara.kern@stsh.ch

In der Regel montags Morgen und dienstags anwesend.

Lena Ringgeler
Sozialarbeiterin
079 316 86 22
lena.ringgeler@stsh.ch

In der Regel morgens anwesend.

Die Schulassistenzen sind für die wirkungsvolle Unterstützung des Unterrichts in der Schule beziehungsweise in einer Klasse zuständig. Ihre Aufgaben umfassen die individuelle Begleitung von Schülerinnen und Schüler, aber auch von ganzen Klassen. Ebenfalls zu den Aufgaben gehören Mithilfe bei der Pausenaufsicht oder die Begleitung in Lagern. Sie arbeiten eng mit Lehrpersonen, Eltern und gegebenenfalls Therapeuten zusammen. Ziel ist es, eine inklusive Lernumgebung zu schaffen und den Schülerinnen und Schülern eine bestmögliche Bildung zu ermöglichen.

Fragen

und Antworten rund um das pädagogische Konzept finden Sie auch hier