Schneesportlagerbericht Hasliberg 2026 – Schulstandort Neunkirch
Mit viel Vorfreude starteten am Sonntag, 25. Januar, insgesamt 43 Schülerinnen und Schüler sowie zehn Lehrpersonen ins diesjährige Skilager im Hasliberg. Sechs Begleitpersonen kamen von der Schule Neunkirch, unterstützt wurden sie von vier freiwilligen externen Leiterinnen und Leitern. Ein besonderer Dank gilt Markus Niedrist, der bereits zum 30. Mal als externer Begleiter dabei war! Ein Engagement, das alles andere als selbstverständlich ist und grosse Wertschätzung verdient.
Während ein Teil der Lehrpersonen mit dem Auto vorausfuhr, um Lebensmittel und Material ins Lager zu bringen, reiste der Rest der Gruppe mit dem Zug an. Für die Jugendlichen bedeutete das: eigenes Gepäck tragen, Ski oder Snowboard transportieren und beim Umsteigen selbstständig mit anpacken. Diese Verantwortung für das eigene Material gehört seit Jahren zum Konzept des Lagers und sie wird von den Schülerinnen und Schülern bemerkenswert gut gemeistert.
Nach der Ankunft ging es direkt mit der Gondel hinauf zu den beiden Lagerhäusern Balisalp (für die zweite und dritte Oberstufe) und Wolftännli (für die erste Oberstufe). Beide Unterkünfte sind weder mit dem Auto erreichbar noch bequem zugänglich: Der letzte Abschnitt muss zu Fuss oder auf Skiern bewältigt werden, das Gepäck eingeschlossen. Selbst die Lebensmittel werden per Rettungsschlitten transportiert. Gerade diese abgeschiedene Lage macht jedoch einen grossen Teil des Lagerzaubers aus. Wer oben ist, bleibt oben und genau das fördert die Gemeinschaft.
Die Abende verbrachte man gemeinsam im Aufenthaltsraum bei Spielen wie Brändi Dog, Poker, UNO oder «Meierle». Besonders schön war zu beobachten, wie selbstverständlich Lehrpersonen und Jugendliche zusammen am Tisch sassen. Solche Momente stärken Beziehungen und schaffen Erinnerungen, die weit über den Schulalltag hinausreichen.
Eine weitere Besonderheit des Lagers: Es wird selbst gekocht. In Vierer- oder Fünfergruppen bereiteten die Schülerinnen und Schüler zusammen mit einer Lehrperson die Mahlzeiten zu. Ob Pizzaabend, Fajitas, Pasta oder Fondue – das Essen war stets hervorragend. Gemeinsam kochen, abwaschen und anschliessend den wohlverdienten Applaus entgegennehmen: Für viele bleibt genau das lange in Erinnerung und vermittelt ganz nebenbei wichtige Alltagskompetenzen.
Überhaupt zeigte sich die Gruppe in diesem Jahr aussergewöhnlich hilfsbereit. Immer wieder boten Jugendliche freiwillig ihre Unterstützung in der Küche an, griffen zum Staubsauger, reinigten Duschen oder erledigten den Abwasch, ohne dazu aufgefordert zu werden. Solche Gesten sind unbezahlbar und zeigen Seiten von jungen Menschen, die im Klassenzimmer oft verborgen bleiben. Genau deshalb sind Lagerwochen so wertvoll.
Für ein besonderes Highlight sorgte der Donnerstag. Erstmals seit ungefähr 25 Jahren wurde wieder ein Skirennen durchgeführt. Mit Startnummern ausgestattet und unter echten Rennbedingungen wagten sich die Schülerinnen und Schüler auf die Strecke. Die Begeisterung war entsprechend gross, doch nicht die schnellste Zeit entschied über den Sieg. Nach einem Probelauf galt es im Hauptrennen, die eigene Fahrzeit möglichst genau einzuschätzen. Gewonnen hat also, wer sich selbst am besten einschätzen konnte. Eine ebenso spannende wie faire Herausforderung, die für viel Gesprächsstoff und strahlende Gesichter sorgte.
Besonders erfreulich war auch der Einsatz der sieben Anfängerinnen und Anfänger, die teilweise zum ersten Mal auf Skiern standen. Mit viel Durchhaltewillen machten sie beeindruckende Fortschritte und meisterten am Ende selbstständig die Pisten, stets begleitet von guter Laune und sichtlichem Stolz.
Auch organisatorisch verlief die Woche nahezu reibungslos. Zwar hätte es im unteren Teil des Skigebiets etwas mehr Schnee vertragen, sodass die direkte Abfahrt zum Wolftännli geschlossen blieb. Doch abgesehen davon präsentierte sich das Lager von seiner besten Seite. Grössere Verletzungen blieben aus. Neben ein paar Prellungen und Muskelkater sorgte lediglich ein abgeklärter Rückenstoss kurzzeitig für Aufregung, glücklicherweise ohne ernsthafte Diagnose.
Was jedoch am meisten in Erinnerung bleibt, ist die Atmosphäre: ein harmonisches Miteinander, herzliche Begegnungen, engagierte Jugendliche und eine erfreulich gut eingehaltene Nachtruhe. Das gravierendste „Vergehen“ der Woche? Eine etwas zu schwungvoll zugeschlagene Tür.
So darf das Fazit ohne Übertreibung lauten: Das Skilager 2026 war von A bis Z ein voller Erfolg. Für die Schülerinnen und Schüler ist es jedes Jahr ein Highlight, aber ebenso für die Lehrpersonen. Eine Woche, die zusammenschweisst, Selbstständigkeit fördert und zeigt, wie viel in einer starken Gemeinschaft möglich ist. Die Vorfreude auf das nächste Skilager hat jedenfalls bereits begonnen!
Bericht: Ayleen & Sabrina